Kerstin Niemann und Thomas Baldischwyler laden ein zum Gespräch
Silent Indexicality 3.3
am Mittwoch, 25.3., 19 Uhr (pünktlich)
im Fleetstreet Theater
Vinyl As A Map
Daniel Jahn, Johann Scheerer
und Thomas Baldischwyler
unterhalten sich über verlorene Karten
Daniel Jahn (*1987) lebt und arbeitet in Hamburg zwischen Musik, Stadtentwicklung und kultureller Produktion. Er ist in der Hamburger Stadtplanung tätig, arbeitet als A&R Manager bei Bureau B und entwickelt mit Schatterau eigene musikalische Arbeiten.
Johann Scheerer (*1982) lebt und arbeitet in Hamburg als Schriftsteller, Musikproduzent und Labelbetreiber. Mit Clouds Hill hat er ein internationales Studio- und Labelumfeld aufgebaut und veröffentlicht daneben Romane und autobiografisch geprägte Bücher.
Vor und nach dem Gespräch kann man sich ein letztes Mal die Arbeiten von SG Art, Will Lawson, Arthur Boto Conley und Thomas Baldischwyler (plus Archiv-Material von Leni Sinclair, Cay Bahnmiller, Christine Sun Kim, Wolfgang Müller, Samuel R. Delany, Happy Records u.v.m.) anschauen, die den installativen Rahmen für das Modul 3 der von Kerstin Niemann und Thomas Baldischwyler kuratierten Reihe Silent Indexicality bilden.
Der Eintritt ist frei. Es wird eine Übertragung auf Twitch geben: https://www.twitch.tv/silent_indexicality
Zur Reihe „Silent Indexicality“
Silent Indexicality ist ein dreiteiliges Austauschprojekt zwischen Kulturschaffenden in Hamburg und Detroit. Es untersucht, wie Geschichte in Materialien eingeschrieben ist und wie sich diese Spuren performativ aktivieren lassen – ohne sie bloß zu reproduzieren.
Der Begriff der Indexikalität – die kausale Verbindung zwischen Objekt und Zeichen in analogen Medien – dient als gemeinsamer Nenner verschiedener künstlerischer Praktiken: Scott Grooves transformiert gefundenes urbanes Material, Thomas Baldischwyler recycelt Versandkartons, Will Lawson lässt KI Plattenlabels modifizieren.
Im Zentrum steht die Frage: Was passiert, wenn das indexikalische Versprechen – das war einmal wirklich – im digitalen Zeitalter verstummt? Digitale Bilder haben keine Vergangenheit; Wert verlagert sich von Objekten auf Plattformen.
