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AKTUELL : RESIDENZ

Programm:

HERMANN Quick Fix – Menschwerdung Workshop

Liebe Teilnehmer*innen,

Nach sorgfältiger Beobachtung wurden Sie für den QUICK FIX – MENSCHWERDUNG WORKSHOP von HERMANN, einem Auffrischungskurs im Menschsein, ausgewählt.
Ihre Anwesenheit ist verpflichtend. Das Nichterscheinen kann zu einer Neubewertung oder Umklassifizierung führen. Melden Sie sich und weitere Interessierte mit Angabe Ihres Namens, der erwünschten Anzahl von Plätzen und dem gewählten Datum via hermann.intake@gmail.com an.
Das erklärte Ziel von HERMANN ist einfach: Ihnen zu helfen, ein vollständig konformer Mensch zu werden, jemand, der sich in dieser Welt bewegen kann, ohne unnötige Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Da Sie sich vor nicht allzu langer Zeit noch in einer anderen Form befanden, ist es verständlich, dass die Details des menschlichen Lebens noch gewisse… Komplikationen verursachen.
Während des Workshops wird HERMANN Sie durch klare und praktische Schritte führen, um die letzten Stadien Ihrer Transformation zu unterstützen. Der Vortrag enthält Diagramme, Verhaltensanweisungen und illustrative Fallstudien – alle darauf ausgelegt, den alltäglichen menschlichen Umgang ein wenig weniger überwältigend zu gestalten.

 

DETAILS:

DATUM UND ZEIT:
23. Januar 2026/20:00 
24. Januar 2026/20:00
25. Januar 2026/14:00

 

ORT: Fleetstreet Theater– Admiralitätstrasse 71, 20459 Hamburg
DAUER: 90min.
KOSTEN: Abhängig von ihren persönlichen Möglichkeiten (bitte bringen Sie Bargeld mit).

 

HERMANN freut sich auf Ihre Anwesenheit und ist bestrebt, Ihnen zu helfen. Sollten Sie Fragen haben, zögern Sie nicht, uns per Mail (hermann.intake@gmail.com) oder Instagram (@enter_hermann) zu kontaktieren.

HERMANN ist ein aufstrebendes Kollektiv, gegründet von Sound-/Musikdesigner und Komponist David Knap, Videodesigner und Bühnenbildner Charlie Smeets sowie Regisseurin Joelina Spiess. Die drei lernten sich an der Academy of Theatre and Dance in Amsterdam kennen.

Sie haben regelmäßig an Projekten an der Schnittstelle von Theater, Installation und Performance zusammengearbeitet. Sie versuchen eine „gewalttätige Ehrlichkeit“ in ihren Arbeiten zu schaffen: eine Mischung aus emotionaler Direktheit, ironischer Distanz und schwarzem Humor. Ziel ist es, ein energiegeladenes, kollektives Theatererlebnis zu schaffen, das das Publikum tief berührt, indem es die Absurdität des Menschseins konfrontiert. Sie lassen sich unter anderem inspirieren von Yorgos Lanthimos, Peter Handke und SIGNA.


Performer:
Fran Vozila
Konzept und Regie: Joelina Spiess
Komposition und Sound Design: David Knap
Video Design und Szenografie: Charlie Smeets
Szenografie: Hülya Braasch

 

Informationen zu den Künstler*innen:
JOELINA:

Joelina Spiess absolvierte 2024 den BA in Theaterregie an der Academy of Theatre and Dance in Amsterdam. Kurz darauf arbeitete sie mit Johan Simons in einer Regie-Masterclass, in der sie die Schauspielerin Elsie de Brauw inszenierte und eine fortlaufende Zusammenarbeit begann; Simons wurde seitdem zu einem wichtigen Mentor. Joelina hat mit SIGNA zusammengearbeitet, zuletzt an Das letzte Jahr bei den Wiener Festwochen (2025), nach vorheriger Beteiligung an Das 13. Jahr am Schauspielhaus Hamburg (2023). Die Praxis von SIGNA beeinflusst ihre eigene Arbeit stark, insbesondere deren radikale Ehrlichkeit und direkte Einbeziehung des Publikums. 2026 wird sie am Talententwicklungsprogramm Club Guy & Roni / NITE in Groningen teilnehmen, wo sie neue interdisziplinäre Arbeiten mit dem großen Ensemble der Company unter der Leitung von Guy Weizman und Roni Haver entwickeln wird. www.joelinaspiess.net

CHARLIE:

Charlie Smeets absolvierte 2024 das Programm Design & Technology an der Academy of Theatre and Dance, spezialisiert auf Video. Seine Ausbildung ermöglicht ihm, professionell mit einer Vielzahl von Programmen und Technologien zu arbeiten. Er versteht sich sowohl als eigenständiger Künstler als auch als Techniker, was ihm ein hohes Maß an Unabhängigkeit erlaubt. Charlie arbeitet mit Künstler*innen wie Karl Klomp und Hendrik Walther zusammen. Seit seinem Abschluss arbeitete er an Produktionen von Ulrike Quade, Sonic Acts Festival, Amsterdam Dance Event und Toneelschuur und erstellte Installationen für diverse internationale Ausstellungen. 2024 entwarf er Video- und Lichtdesign für De Grote Vloed, inszeniert von Liesbeth Coltof. Zuletzt arbeitete er an De Seizoenen am Het Nationale Theater Den Haag, inszeniert von Erik de Vroedt, wo er sowohl für Video-Design als auch Video-Technik verantwortlich war. Diese sechs Stunden lange Produktion an einem international anerkannten Theater markierte den bisher größten Schritt in seiner jungen Karriere.

FRAN:
Fran Vozila absolvierte im Sommer 2024 das Mime-Programm an der Academy of Theatre and Dance in Amsterdam. Seitdem arbeitet er als Theatermacher, Performer und Lehrer in den Bereichen Theater und Performance. Seine künstlerische Praxis untersucht, wie Abwesenheit oder Leere neue Möglichkeiten erzeugen kann. Oft nimmt er die Welt als warme Dystopie wahr – ein spekulativer Raum, der sowohl Komfort als auch Reibung im Verhältnis zu den Realitäten bietet, die wir als selbstverständlich ansehen. Als Performer war er zu sehen in Some Cities Are Built Inside (Veem House for Performance, Regie: Ibelisse Guardia Ferragutti), Ancestral Protocol (Marcelo Evelin), La Casa M. (Aitana Cordero) und Medusa (Jan Taks & Nicole Pul). Eigene Arbeiten wurden beim Over ’t IJ Festival und Playtime/Frascati gezeigt. Im April präsentierte er seine Vorstudie Svetlana im Rahmen des Beginnings-Programms von Frascati; dieses Projekt wird in der kommenden Saison mit Frascati Producties weiterentwickelt. Zu seinen Arbeiten gehören das Solo KLUBJADRAN, die Duo-Performance Solar (mit Anou Maarsingh) und die Regieprojekte People Don’t Exist und Santa Cruz, letzteres nominiert für den Top Naeff Prize 2024.

Seit 2025 unterrichtet Fran Mime für Erstsemester an der MBO Theaterschule des Koning Willem I College in Den Bosch. Außerdem war er Jurymitglied bei den Aufnahmeprüfungen für das Mime-Programm. Für ihn ist Unterrichten ein gemeinsamer Forschungsraum, in dem er seine Faszination für Körperlichkeit, Raum und (unsichtbare) Strukturen an eine neue Performer-Generation weitergibt.

DAVID:

David Knap ist Komponist, Sounddesigner und Musiker. Seit seiner Jugend beschäftigt er sich intensiv mit Musik – angefangen mit Gitarrenspiel in verschiedenen Bands, der Produktion eigener Musik und der Erforschung von Tontechnik. Diese langjährige Leidenschaft führte ihn zum Studium Sound Design an der Academy of Theatre and Dance, das er 2024 abschloss. Während seines Studiums erhielt er Unterricht bei Marc Schrader, Jorg Schellekens und Wim Conradi. Sein Mentor im Abschlussjahr war Frank van Wanrooi. David hat Musik und Sound für verschiedene Theatermacher*innen geschaffen, darunter Schweigman& und Collectief Blauwdruk. Für letztere Produktion, für die er Sounddesign und technische Umsetzung verantwortete, wurde er von der NRC als eine der zehn beeindruckendsten Aufführungen des Jahres genannt. Zudem arbeitete er als musikalischer Assistent für Toneelmakerij und Internationaal Theater Amsterdam (ITA). Neben Auftragsarbeiten entwickelt er eigene Theaterprojekte und tritt als Gitarrist in mehreren musikalischen Formationen auf – etwa in seiner Band deselo und in diversen Projekten von Luka Schuurman. www.davidknap.nl

HÜLYA:
Die künstlerische Praxis von Hülya Braasch bewegt sich zwischen Skulptur, Performance und Bühnenraum. In ihren Werken untersucht sie, wie emotionale Zustände – Intimität, (Un)Sicherheit, Nähe und Distanz in räumliche Konstellationen und körperliche Handlungen übersetzt werden können. Dabei entstehen Arbeiten, in denen Objekte, Materialien und Maschinen zu aktiven Akteur:innen werden und in direkte Beziehung zum Publikum treten. Braaschs skulpturale Elemente fungieren nicht als statische Formen, sondern als performative Körper, die reagieren, scheitern, wiederholen oder beharrlich stillhalten. Diese Momente des Widerstands oder der Resonanz bilden die dramaturgischen Strukturen ihrer Installationen. Das Zusammenspiel aus räumlicher Choreografie, mechanischer Bewegung und emotionaler Aufladung erzeugt Situationen, die zwischen Kontrolle und Überforderung, zwischen Mechanik und Gefühl oszillieren. Im theatralen Kontext eröffnet ihre Arbeit Erfahrungsräume, in denen materielle Prozesse und innere Zustände ineinandergreifen. Gesellschaftliche Mechanismen, persönliche Verletzlichkeit und körperliche Präsenz werden sichtbar, ohne narrativ fixiert zu sein. Durch eine präzise Auseinandersetzung mit Materialität, Atmosphäre und räumlicher Spannung schafft Hülya Braasch Settings, in denen das Publikum nicht nur zuschaut, sondern sich in den Bewegungen, Friktionen und energetischen Übergängen des Raumes wiederfinden kann.